Kontaktlinsen von Optilens.de

Für den besseren Durchblick – Ratgeber Kontaktlinsen

Sie sind praktisch, sie sind unsichtbar und es gibt sie in so vielen Variationen, dass der Laie häufig ratlos vor dem Sortiment steht. Kontaktlinsen sind selbst für überzeugte Brillenträger eine gute Alternative, wenn es etwa zum Sporttraining geht oder eine lange Autofahrt ansteht. Doch welche Kontaktlinse ist die richtige? Wer erstmalig mit dem Gedanken spielt, die Brille gegen Kontaktlinsen einzutauschen, sollte sich unbedingt vom Augenarzt beraten lassen. Er kann Auskunft über die Beschaffenheit des Tränenfilms geben und bei Hornhautverkrümmungen oder anderen Fehlfunktionen wertvolle Tipps für die richtige Wahl liefern.

Harte oder weiche Linsen?

Harte Kontaktlinsen haben eine gute Sauerstoffzufuhr, so dass man sie länger tragen kann. Sie sind aus einem stabilen Material und halten oft mehrere Jahre. Auch wegen ihrer Haltbarkeit sind sie teurer als die kurzlebigeren weichen Kontaktlinsen. Dafür können sie aber Hornhautfehler kompensieren und sind sehr pflegeleicht. Das Infektionsrisiko ist sehr niedrig. Harte Kontaktlinsen sind sehr unbeweglich, sodass das Auge sich langsam an den Fremdkörper gewöhnen muss.

Weiche Kontaktlinsen sind sehr geschmeidig und verrutschen im Gegensatz zur harten Variante nur sehr selten. Die flexible Beschaffenheit der weichen Kontaktlinse sorgt für ein angenehmes Tragegefühl. Das Auge braucht nicht lange, um sich an die Linse zu gewöhnen. Geht die Kontaktlinse verloren, muss man nicht so tief in die Tasche greifen wie bei den harten Kontaktlinsen, denn die weiche Linse ist wesentlich preisgünstiger. Das ist auch dann von Vorteil, wenn sich die Dioptrinzahl verändert. Weiche Kontaktlinsen halten maximal ein Jahr und es wird in der Regel empfohlen, sie nicht länger als acht Stunden pro Tag zu tragen. Sie müssen sehr sorgfältig gepflegt werden, da es sonst zu Infektionen kommen kann.

Tageslinsen, Wochenlinsen, Monatslinsen

Insbesondere weiche Kontaktlinsen sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Die Hersteller bieten den Kunden verschiedene Modelle. Es sind Zeiträume von ein bis zwei Wochen bis hin zu Monaten und einem halben Jahr möglich. Informationen dazu, welcher Zyklus für welche Kontaktlinse empfohlen wird, findet man auf der Packung oder in den Produktbeschreibungen.
Eine Sonderrolle spielen die Tageslinsen. Sie sind sehr beliebt bei Brillenträgern, die in bestimmten Situationen aus Sicherheitsgründen die Brille zu Hause lassen müssen. Auch junge Mädels, die sich für die Party oder die Disko stylen verzichten passend zum Outfit gerne mal auf das Nasengestell und wählen Kontaktlinsen für ihren Auftritt. Die "Eintagsfliegen" unter den Kontaktlinsen haben außerdem den Vorteil, dass sie nach dem Gebrauch einfach entsorgt werden können. Sie müssen also nicht aufwändig gepflegt werden. Wer also empfindlich auf Kontaktlinsen-Pflegemittel reagiert, der ist mit den Tageslinsen auch sehr gut bedient.

Farbige Kontaktlinsen

Das Praktische lässt sich mit dem Angenehmen verbinden. Eine intensive Augenfarbe sorgt für strahlende Blicke. Durch farbverstärkende Kontaktlinsen wird die natürliche Augenfarbe unterstrichen und vertieft. Durch die leichte Tönung fällt der Schönheitstrick kaum auf, die Wirkung ist dennoch erstaunlich. Allerdings funktioniert die Intensivierung per Kontaktlinse nur bei hellen Augenfarben.

Wer dunkle Augen hat, der muss zu den farbverändernden Kontaktlinsen greifen. Sie überdecken die natürliche Augenfarbe und können auch aus dunkelbraunen Augen im Handumdrehen tiefblaue Augen zaubern. Die farbverändernden Linsen haben unterschiedlich große Aussparungen für die Pupille. Hier muss man einfach ausprobieren, mit welcher Größe man am besten klar kommt.

Während die farbverstärkenden Kontaktlinsen die Sicht kaum mehr beeinflussen als eine leicht getönte Sonnenbrille, können die farbverändernden Kontaktlinsen durch das beschränkte "Guckloch" ab und an stören. Insbesondere bei Dunkelheit, wenn die Pupillen sich weiten, kann das Sichtfeld eingeschränkt sein. Beim Autofahren sollte man also aus Sicherheitsgründen besser die durchsichtige Kontaktlinse wählen. Die gefärbten Kontaktlinsen haben neben dem Schönheitseffekt noch einen weiteren kleinen Vorteil: Wenn sie auf den Boden fallen, kann man sie durch den Kontrast sehr viel besser wiederfinden als die klaren Linsen.

Vorteile beim Sport

Eine Brille ist beim Sport im Gegensatz zur Kontaktlinse oft unpraktisch und manchmal sogar regelrecht gefährlich. Es gibt zwar bruchsichere Augengläser, die extra für den Sport konzipiert sind, aber speziell Gelegenheitssportler besitzen nur selten ein solches Modell. Oft behelfen sich Brillenträger mit einem Halteband, das ein Verrutschen verhindern soll. Dennoch ist das Gestell bei schnellen Bewegungen immerzu im Weg und verhindert schon mal den raschen Blick auf die Mannschaftskollegen.

Sehr praktisch sind in solchen Fällen die preisgünstigen Tageslinsen, die bei Bedarf eingesetzt und danach einfach entsorgt werden können. Sie lassen sich allerdings nicht speziell anpassen, so dass man ausprobieren muss, welches Kontaktlinsen Modell geeignet ist. Alternativ dazu sind die weichen, langlebigeren Kontaktlinsen für den Sport zu empfehlen. Sie haben einen großen Durchmesser und passen sich flexibel an.

Die Kontaktlinse für den Sport muss unbedingt eine gute Sauerstoffdurchlässigkeit haben. Im Zweifel sollten sich Interessenten hier von einem Fachmann beraten lassen oder zumindest vor dem Kauf in der Produktbeschreibung konkret nach diesem Merkmal suchen.

Vorteile beim Autofahren

Auch beim Autofahren sind Kontaktlinsen wesentlich besser geeignet als Brillen. Ebenso wie beim Sport ist das Verletzungsrisiko bei Unfällen geringer und die dringend notwendige Sicht nach allen Seiten wird nicht durchs Gestell versperrt. Bei starker Sonneneinstrahlung oder im Scheinwerferlicht kann es passieren, dass die Brillengläser durch die Spiegelung blenden. Dieses Unfallrisiko besteht bei Kontaktlinsen nicht.

Im Sommer ist es sogar möglich, zusätzlich zur Kontaktlinse eine Sonnenbrille aufzusetzen. Die Sonnenschutzkonstruktionen für Brillen sind hinterm Steuer oft einfach nur im Weg, weil sie die Sicht enorm einschränken. Beschlagene Brillengläser im Winter sind mit Kontaktlinsen ebenfalls kein Thema!

Tipps zur Pflege der Kontaktlinsen

Noch immer verzichten viele Brillenträger auf Kontaktlinsen, weil sie das Infektionsrisiko fürchten. Die Kontaktlinse selber ist hier aber nur selten das Problem. Es sind vielmehr mangelnde Hygiene und viel zu oberflächliche Pflege, die zu unangenehmen Entzündungen führen. Mit ein wenig Aufmerksamkeit lassen sich Reizungen verhindern.

Kontaktlinsen gehören nachts in eine Desinfektionslösung. Die reine Kochsalzlösung tötet die Bakterien nicht ab. Sie ist dazu gedacht, die bereits keimfreie Kontaktlinse abzuspülen oder zu lagern. Auch Experimente mit selbstgemachten Kochsalzlösungen oder Leitungswasser und Speichel schaden mehr als sie nützen. Weder Linse noch Pflegemittel dürfen benutzt werden, wenn das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Die Pflegemittel für Kontaktlinsen brauchen einen kühlen, dunklen ‚Platz, um nicht zu verderben. Sie sind nach dem Öffnen auch bei korrekter Aufbewahrung nur einige Wochen haltbar.

Damit auch im Kontaktlinsen-Behälter keine Keimherde entstehen, muss er stets nach dem Gebrauch desinfiziert werden. Er sollte an der Luft trocknen, denn auch in Handtüchern und Lappen lauern Bakterien. Dazu sollte er unbedingt geöffnet stehen, sonst kann die Feuchtigkeit nicht verdunsten. Es lohnt sich nicht, aus falscher Sparsamkeit auf den Austausch des Aufbewahrungsbehälters zu verzichten. Entsprechende Hinweise stehen auf der Verpackung oder auf dem Beipackzettel.

Vorsicht beim Einsetzen!

Alle Pflege ist sinnlos, wenn die Kontaktlinse beim Einsetzen verunreinigt wird. Bakterien, Cremes oder gar scharfe Gewürze an den Fingern haben schmerzhafte Folgen. Bei aggressiven Substanzen kann sogar die Hornhaut Schaden nehmen. Vor dem Einsetzen der Kontaktlinsen müssen die Hände gründlich mit warmem Wasser abgespült werden. Seife ist hier eher nicht zu empfehlen, denn eventuelle Rückstände können zu Reizungen führen.

Wer mangels Alternative seine Kontaktlinsen als Notlösung im Mund reinigt, sollte nach dem Genuss von Alkohol oder Menthol-Kaugummis äußerst vorsichtig sein. Auch beim Besuch im Restaurant kann diese Art der Reinigung böse Folgen haben, wenn man etwa scharfe Gewürze im Essen hatte. Hier gilt: Sehr gründlich mit warmem Wasser den Mund ausspülen oder - wenn möglich - doch besser auf die professionelle Reinigung zu Hause warten!

Sobald es mit den Kontaktlinsen zu Problemen kommt, muss der Augenarzt aufgesucht werden. Er kann schnell erkennen, ob es sich um eine vorübergehende Reizung, eine Veränderung der Fehlsicht oder um eine allgemeine Unverträglichkeit handelt.

Ratgeber Sonnenbrillen

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