Harte Kontaktlinsen

Harte Kontaktlinsen werden aus einem stabilen Kunststoff hergestellt, der sich nicht verformen lässt. Entwickelt wurden diese formstabilen Linsen in den 1940er Jahren und wurden seitdem stetig weiterentwickelt. Das zuerst verwendete Plexiglas wurde schnell durch sauerstoffdurchlässige Materialien ersetzt, um die Gesundheit des Auges zu garantieren.

Vorteile von harten bzw. formstabilen Linsen

Da harte Kontaktlinsen besonders gasdurchlässig sind, wird das Auge sehr gut mit Sauerstoff versorgt, was für eine gesunde Hornhaut extrem wichtig ist.

Dadurch, dass formstabile Linsen ständig mit der Tränenflüssigkeit umspült wird und dem Auge eine optimale Versorgung mit Nährstoffen ermöglicht, ist die Infektionsrate sehr gering. So haben Chemikalien und Krankheitserreger kaum Chancen, sich auf den harte Kontaktlinsen festzusetzen.

Harte Kontaktlinsen sind lange haltbar. Je nach Anbieter und Pflege können formstabile Linsen bis zu zwei Jahren getragen werden. Dadurch entfällt das häufige Nachkaufen neuer Linsen. So sind harte Kontaktlinsen trotz ihrer höheren Anschaffungskosten bei regelmäßigem Tragen auf Dauer günstig.

Nachteile von harte Kontaktlinsen

Durch das feste Material schwimmen formstabile Linsen auf dem Tränenfilm wie eine Halbschale. Daher kann es in der ersten Zeit häufig zu einem Fremdkörpergefühl im Auge kommen. Denn dem Gehirn wird signalisiert, dass die harte Kontaktlinse nichts ins Auge gehört. So kann die Eingewöhnungszeit einige Wochen dauern.

Direkt nach dem Einsetzten sind harte Kontaktlinsen etwa eine halbe Stunde zu spüren. Da die Schalen nur auf dem Tränenfilm aufliegen, können sie außerdem schneller verloren gehen, zum Beispiel bei Sportarten mit schnellen Kopfbewegungen können harte Kontaktlinsen eher verloren gehen. Die relativ kleinen Linsen bedecken nur die Iris des Auges und sind so im Auge sichtbar. Diese fallen jedoch nur beim genauen Hinsehen auf.

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